Lieder schreiben.

Ich kann mir nicht erklären, woran es liegt, dass ich plötzlich wieder vor akustikmusikalischer Energie strotze. Ich habe Wochen und Monate keine Einfälle gehabt, vielleicht hier und da mal einen Gitarrenlauf oder einen Textschnipsel. Was bei rum gekommen ist nicht. Man kämpft mir Reimen, die man nicht mag, komplexen Rythmen, um nicht immer nur diese 3-Akkorde-Linien zu bekommen, improvisiert, verwirft, probiert, zeichntet auf, hört an, mag es, macht nicht weiter oder vergisst ganz einfach. Nach dem Matze Rossi Konzert war mir schon extrem nach schreiben und vertonen. Andererseits war ich bis dato eher darauf fixiert, mich um eine Band zu bemühen, einen Proberaum zu finden und Rockmusik zu machen. Ganz lübecktypisch habe ich aber auch nach langem Suchen nichts gefunden und mir fallen auch keinerlei weitere Quellen ein. Ich muss mich damit abfinden, nie eine Band nach meinem Geschmack formieren zu können. Eine andere Überlegung wäre, sich musikalisch vom “Plan” zu distanzieren und sich mit Leuten zusammen zu tun, um deutsch IndiePunkPopMusik zu machen. Die Chance gibt es- Inklusive Bassist und Proberaum. Irgendwie komme ich mir bei dem Gedanken aber verräterisch vor. Wenn ich das wollte, könnte ich auch bei meinen Akustiksongs bleiben. Jetzt bin ich an dem Punkt, an dem ich die Songs nicht nur schnell vertonen möchte, sondern etwas mehr Arbeit in sie investieren möchte. Meine Fähigkeiten konnte ich letzten Jahr gut ausbauen und diese sollen mir nun helfen, etwas anders zu klingen, etwas Neues zu probieren. Ja, ich schreibe wieder Texte, werde mir heute ein neues Songbuch kaufen und schreiben, schreiben, schreiben. Ich kann es kaum erwarten, nach Hause zu kommen und zu basteln. Von meinen alten Songs sollen nicht viele bestehen bleiben und mein Ziel steht fest: Sommerfest 2010 in Sirksfelde, mit neuen Songs und mehr Gefühl, lauter wird es auch. Zudem habe ich noch gehört, ich habe bei meinem letzten Vortragen von Songs, den einen oder anderen Zuhörer begeistern können, den Eindruck hatte ich zwar nicht, höre ich aber dennoch gern.

Der erste Neuanfang ist gemacht und wird den Titel “Es ist unglaublich, wenn du sagst, dass” tragen. Der genaue Inhalt lässt mich noch ein wenig zweifeln, denn er klingt, als rede meine Gitarre mit mir und wolle mir etwas sagen. Wenn ich die Gelegenheit bekomme, werde ich den einen oder auch anderen versuchen aufzunehmen und wieder mehr in der Runde spielen- Wenn ich darf. Das Üben muss ich nämlich auf solche Gelegenheiten schieben, weil meine Wohnsituation lautes Gröhlen nicht zulässt. Ich treibe es solange, bis mich alle für meine Lieder hassen (so machen es die Böhsen Onkelz auch…). Man sagte ja schon, ich klinge wie die Typen, Andere sagten ich klinge wie Hippiemusik, ich lasse mich nicht beirren. Das größte Kompliment war bisher der stimmliche Vergleich mit Clueso (..), das nehme ich mal so hin. Davon unabhängig, alles andere wäre Quatsch, geht es nicht um die hohe musikalische Kunst, es geht um Inhalt, Spass und handgemachtem Akkordpudding mit Gesang.

Warum ich das hier schreibe? Keine Ahnung, ich glaube ich höre das alles selbst ganz gern.

Eine Antwort zu “Lieder schreiben.”

  1. hehe, du bist wie ich :D

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