Aha, ein Blog #2.
Ich komme einfach nicht zum schreiben. Warum? Weil ich derzeit zuviel schreibe. Das mag jetzt vielleicht paradox klingen, ist aber so und fertig. Ich sitze wie ein Wilder, der ich nicht bin, an meinen Hausarbeiten für dieses Semester. Der letzte Blog ist zwar schon länger her, als ich was für die Uni mache, aber das erklärt auch den Titel dieses Eintrags. Ich habe es vor diesem Versuch bereits zweimal versucht, etwas auf den Bildschirm zu bekommen und immer wieder abgebrochen, weil es sich entweder um altbekannte Gefühlsduseleinen handelte, oder mir schlichtweg nichts einfallen wollte, was nicht nach Gefühlsduselei klingt. Die drei Leser hier kennen das bereits. An dieser Stelle stellt sich wieder die Frage ‘Was zum Teufel schreiben?!’ Ich schreibe doch immer Gefühlskram (also known as Herzscheiße). Dazu gibt es nur derzeit nicht viel zu berichten. Ich habe einen Song geschrieben, der sich ‘Hirn und Herz’ schimpft. Das ist es. Darum gehts. Ich habe mir die Frage gestellt, wer mehr zu sagen hat. Hirn oder Herz? Ich befürchte, dass sich, und ich als diskussionsfreudiger Zyniker verfluche das, beide einig sein sollten. Wie das gehen soll, weiss ich auch noch nicht und will es vielleicht auch gar nicht wissen. Ich habe es nicht so mit emotionalem Einklang. Ich bin (Achtung!) ein polyphoner Emotioneneinzel(len)kämpfer. Das gefällt mir. Ich verbiete mir den Rythmus und schreibe einen Song darüber.
Aber Schluß mit dem bewussten Ignorieren zwei Minuten zuvor beschlossener Vorsätze. Ich habe gerade und gestern die wundervolle Nachricht erhalten, dass sich ich zum Hurricane und nach Norwegen fahren kann. Es gibt doch einen Gott. Um auch, man kennt mich ja so, habe ich neulich über mich gehört, kann ich auch an dieser Stelle meckern, wenn ich das wollte, aber dennoch tue: Wo ist denn die Spannung bis kurz vor dem Hurricane. Bisher musst eich doch fast jedes Jahr bangen, ob ich bangen (bängen) kann. Wortspiel. Ich bin auf dem rethorischen Höhepunkt meines schreiberischen Tiefpunkts. Der ‘Gute Laune- Bus’ hat mich mit genommen. Vom Bett auf die Couch. Auf diesen 3 Metern spielt sich fast alles ab.
Bald gibt es was auf die Ohren. Wenn der Plan aufgeht, woran ich, positiv wie ich ja immer denke, glaube, gibt es den Schüli zusammen mit dem Mirco bald als Band in vertonter Brillianz. Die ersten Töne dafür sind bereits geklimpert und die ersten Beats gekickt. Immer wieder erstaunt er mich mit seinen Fähigkeiten am Computer. Noch eine Sache auf die ich mich freue. Ich erkenne mich kaum wieder. Und mir fehlen all die Smileys um meinen Aussagen Ausdruck verleihen zu können und wehre mich gleichermaßen beim Schreiben solcher Urformen des Wortformens wie der eines Blogs. Ja, die Aussage überdenke ich noch mal und sollte mal anfangen, weiter an meiner Hausarbeit zu schreiben. Stattdessen wird der Leser dieser Zeilen gerade Zeuge dessen, was mich seit Tagen quält: Wie rette ich mich möglichst lange vor dem Weiterschreiben?! Nach dem Schreiben, einem weiteren Kaffee und gefühlten 10 Zigaretten, stundenlangem Aktualisieren meiner Facebook-Seite und Japan-Nachrichten/’We are family’ fange ich an, das verspreche ich.
In Gedanken ein weing in Japan und besseren Zeiten.
Alles Gute.