Bier und Kreativität.

Veröffentlicht in unterste Schublade. am 10. Februar 2010 von schueli

Ich sitze also da, trinke Bier und stelle mir vor, eine Band zu haben. Viel besser wäre noch ein Projekt- So wie die großen Queens Of  The Stone Age, oder so. Tja, und weil Bier mich kreativ macht, habe ich gleich mal ein Cover gebastelt. Wenn meine Studiumsplanungen nicht aufgehen, werde ich Diplom (das verleihe ich mir selbst)-Rock-Musik-Album-Cover-Designer.

Habe ja sonst nichts, womit ich meine Zeit verschwenden kann.

Rock`n`Roll ist Übungssache.

Veröffentlicht in Der Ton macht die Musik. am 5. Februar 2010 von schueli

Meine Herren, ist es glatt draußen. Ich möchte mich dennoch wehement dagegen wehren, auch diesem Endlosgespräch zu verfallen und beende solche Gespräche hiesge Monologe mit “Es ist doch nur Winter!”.

In vollendeter Vorfreude warte ich schon sehnsüchtig auf das nächste Wochenende. Endlich darf ich wieder in schlagzeugerischer Begleitung die Saiten schwingen lassen. Meine fast schon kitschige Vorstellung von diesem kommenden Abend treibt mich an, die Planung des Ganzen in allen Details zu tätigen. Was brauche ich? Was brauchen wir? Wann und wie bringen wir die Gerätschaften an Ort und Stelle? Was nehme ich mit? Die letzte Frage ist sicher die, die mich am meisten beschäftigt. In mentalem Größenwahn habe ich begonnen, eine Liste zusammen zu Stellen, die mich zum Einen sehr glücklich gemacht hat, weil ich gar nicht wusste, dass ich soviel Equipment besitze und zum Anderen hat sich mich stutzig gemacht, denn ich weiß nicht, wie das alles transportiert werden soll. In Kurzfassung umfasst mein geplantes Equipment: 2 E-Gitarren, Amp + Box, 5 Effekttreter (BigMuff, Guv`nor, Bluesbreaker, WahWah und Effektschalter für den Amp und das Mischpult) und Tuner, Jede Menge Kabel und Stromversorgungen, PA + Mischpult (um noch mehr Sound kreieren zu können) und natürlich Ersatzbatterien und Saiten. Dazu muss im Passat auch noch das Drumset Platz finden. Ich freue mich wahnsinnig auf das verkabeln und Soundchecken am Freitag, um Samstag gleich beginnen zu können. Tatsächlich scheint zurzeit alles so, als liefe es dahingehend perfekt. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen. Wahrscheinlich mache ich mir wieder zu viele Gedanken- Rock`n`Roll ist aber Übungssache. Zu sehr darf es aber am Ende auch nicht gefallen, damit wir dann nicht vor neuen Problemen stehen. Am schönsten wäre es, wenn man mit mehrern spielen könnte und die Jamsession Partycharakter bekäme. Was gibt es schöneres, als mit seinen Kumpels Musik und Bier verbinden zu können. Zugegebenermaßen fehlt mir das sehr. Von allen, die ich zu meinen Freunden zähle, ist aber nur einer bereit, mit mir zu spielen. Ich sei zu gut. Wenn die wüssten, dass ich mein fehlendes Können nur hinter Distortion, Delay und Tonleiterfakes verstecke. Wie auch immer. Ich hoffe auf Samstag. Das wird große klasse.

So zu klingen, könnte mir schmecken. Die sind ja auch nur zu zweit. Ab Sonntag 1 Tag Wochenende.

Mit dem sonnigen Traum vor Augen laufe ich durch den Regen.

Veröffentlicht in unterste Schublade. am 18. Januar 2010 von schueli

Der Titel klingt trauriger, als ich ihn eigentlich meine. Und warum verschreibe ich mich immer bei dem Wort “eigentlich”? Weiß der Teufel. Jedenfalls freue ich mich, abermals Positives berichten zu können. Wo fange ich am Besten an? Alles dreht sich immer wieder um die Zukunft.  Ich war, wie bereits erwähnt beim Arbeitsamt zur Studienberatung. Das Abenteuer Arbeitsamt war weniger abenteuerlich, aber dennoch effektiv. Ich fand trotz böser Erwartungen eine sehr gut gelaunte Sachbearbeiterin vor, die mich nicht nur überpünktlich aufrief, sondern auch äußerst motiviert und kompetent war. Ich hatte ja erwartet, dass die dortigen Angestellten einen in Richtung des Arbeitsmarktes beraten, um die Statistik besser werden zu lassen. Das hat sich erstaunlicherweise in keinster Weise bestätigt. Nachdem sich mich zuerst in Richtung “technischer Journalismus” drängen wollte, ich ihr aber unmissverständlich klar gemacht habe, ich wolle in meinem Leben nichts mehr mit Technik zutun haben, gingen wir Plan A (Journalismus), Plan B (Lehramt) und Plan C (Sozialpädagogik) durch und schnell kristallisierte sich heraus, dass mein Notenschnitt nicht reichen wird, um im Norden Plan B und C zu studieren. So sehr wir (sie) auch rechente(n), es ging trotz der Wartesemester nicht auf. Also stürzten wir uns auf Plan A. Fast schon unheimlich, und ohne, dass ich Ähnliches erwähnte, landeten wir schnell bei der “Europäischen Ethnologie” und den “Musikwissenschaften”, gewissermaßen meine Traumkonstelation, die in meinen Kopf von allen Plänen am längsten besteht. Selbst meine Bedenken bezüglich der Berufschancen konnte sie mir ein wenig nehmen. Sollte das nun der Plan sein? Wenige Tage später standen 3 Studenten einer Hochschule für “Soziale Arbeit” vor meiner Zivildienststelle. Bereitwillig setzten sie sich noch ein wenig mit mir an einen Tisch und beantworteten mir alle Fragen in aller Ausführlichkeit. Die 3 kommen von einer Hochschule, die zum Einen sehr angesehen ist, zum Anderen auch noch in Hamburg ist und nicht auf den Notenschnitt guckt. Somit gab es wieder einen Plan B, bei dem ich glücklicherweise sogar ganz gute Chanchen habe, angenommen zu werden. Erleichterung macht sich breit. Herrlich. Es wird, es wird. Ich werde doch kein Wirt, aber eine coole Kneipe wäre auch nicht schlecht.

Kommen wir zu einer weiteren guten Nachrichten (für alle die, die schlechte Neuigkeiten so gerne mögen…). Ich habe endlich einen Raum gefunden, wo man mal jammen kann. Die Ironie an dem Ganzen ist, dass diese Lösung eigentlich (wieder vertippt) die naheliegendste von allen ist. Ich aber irgendwie nicht so richtig darauf gekommen bin. Die Kosten belaufen sich auf einen Kasten Bier und wir können den Raum sogar für ein ganzes Wochenende mieten, wenn wir das denn wollen. Warm, sicher und trocken ist er, jetzt muss nur noch Organisatorisches über die Bühne gehen und wir können endlich Musikgeschichte schreiben (…). Die Örtlichkeiten befinden sich auf dem Dorf und da sind wir dann auch ungestört und können spielen. Einfach spielen. So, wie ich es mir schon so lange wünsche. Es wir, es wird. Vielleicht spielen wir dann mal ein Konzert in meiner eigenen Kneipe. Ruhig, Schüli, ruhig. Wenn alles klappt und wir danach noch Lust haben, können wir auch öfter in den Raum. Das bedeutet zwar jedesmal viel Fahrerei, aber was tut man nicht alles. Ich bin gespannt. Aller Vorraussicht nach, startet die ganze Aktion in der 2. Februarwoche. Ab gehts.

Ansonsten bin ich müde. Das alles schlaucht mich zurzeit sehr. Ich denke einfach zu viel- Es macht aber auch solchen Spass. Wenn ich zuhause bin, führe ich mein Selbststudium in Sachen Musiktheorie fort. Alles gut.

Im Traum klingen wir dann so. Danke, Josh.

Winterschlaf.

Veröffentlicht in unterste Schublade. am 11. Januar 2010 von schueli

Da schaut die nationale Presse doch tatsächlich auf den Norden der Republik. Schleswig Holstein versinkt gnadenlos im Schnee. Man höre und staune, etwas über 10cm Schne und der Norden steht still. Gut, solche Schneeverwehungen können schon tückisch sein, dennoch ist hier in der Stadt nichts von Unwetter zu merken- Jedenfalls nicht für alle. Aber endlich können auch wir mal über (zu)viel Schnee klagen. Wir haben immerhin schon zwei Wochen durchgehend Schnee, da kann man schon mal um sein Leben bangen. Ich jedenfalls finde es gut so, wie es ist. Kalt, ungemütlich und grau/weiß. Und der Blick aus dem Fenster wird nie langweilig. Da wären zum einen die Schneefitzel, die waagerecht am Fenster vorbeirauschen, zum anderen die Fußgänger, die wie auf rohen Eiern über den Matsch eiern und vorallem einen äußerst amüsierenden Gesichtsausdruck aufsetzen, so, als ob sie den Schnee böse angucken wollten, damit er sich fürchtet und verschwindet. Tut er aber nicht. Mit ausgestrecktem Mittelfinger peitscht er unentwegt in die vermummten Gesichter. “Und das Fenster raus zur Straße ist halt wie ne Glotze.”.

Bei diesem (Un)Wetter ist es einerseits sehr schön, spazieren zu gehen, andererseits ist es aber noch viel schöner, es sich auf der heimischen Couch gemütlich zu machen. Das habe ich -neben der Arbeit- auch nach allen Regeln der Kunst zelebriert und mit dem Gefühl, einfach mal Einsamkeit zu brauchen, die Abende alleine auf dem Sofa verbracht. Ich habe die Zeit genutzt, um Dinge zu machen, die ich schon lange nicht mehr gemacht habe. Ich viel gelesen, vorallem viel geschrieben und Gitarre gespielt. Manchmal habe ich auch nur da gesessen, mir meine Kopfhörer auf den Kopf gesattelt und lautstark Songs gehört, die man allerbesten so hört und einfach nur gelauscht oder gedacht. Zeitweise habe ich auch versucht, meine Gedankenwelt zu ordnen, aber schnell festgestellt, dass ich mich in meinem Kopf zunächst orientieren muss, um ordnen zu können. In meinem Kopf scheint ein ähnliches Chaos zu herrschen, wie in Schleswig Holstein. Ganz fertig bin ich mit der Neuarchivierung und der Altneuaufarbeitung nicht, dazu werde ich wohl noch ein wenig brauchen- Wie es halt so ist, wenn man länger nicht aufräumt: Man müllt sich fest und braucht zum Aufräumen einfach länger. Ich glaube aber, schon ein ganzes Stück weiter zu sein. Ich brauche einen freien Kopf, um die Zukunft zu regeln. Denn die vorher so ferne Zukunft ist mittlerweile ganz schön nahe. Morgen geht es diesbezüglich zu einem Unternehmen, das auch so ungeordnet wie das Wetter und mein Kopf ist. Auf zur Agentur für Arbeit. Welch ein Graus. Ich hoffe nur, dass die mir helfen können. Ich glaube, ein ziemlich komplizierter Fall zu sein. Die Zukunft ist der Blinddarm des Lebens.

Lass uns alle so herrlich lethargisch sein- Ich lade euch alle herzlich ein.

Der Ansatz mit dem Vorsatz.

Veröffentlicht in unterste Schublade. am 4. Januar 2010 von schueli

Die Arbeitswoche hat mich wieder, aber der Alltag hat es noch nicht geschafft. Das ist einer der wenigen guten Nachrichten, die man an einem Montag nach dem Urlaub hat. Es wartet eine Menge Arbeit auf mich. Da wären zum Einen all die Dinge, die nicht erledigt werden, wenn man nicht an seinem Schreibtisch sitzt. In meinem Fach stapeln sich kleine Zettel mit Botschaften meiner Kollegen, die mich sanft aber deutlich darauf hinweisen, was ich bitte bis dann und dann erledigen möchte. Dann sind dan noch all die Arbeiten, dich ich aus lauter Unlust verschoben habe und nun fast schon bettelnd neben mir auf dem Schreibtisch liegen, damit sie auch bloß nicht außer Sichtweite gelangen. So kann das neue Jahr beginnen, muss es aber nicht.

Dennoch lasse ich es mir nicht nehmen, eine kurze Pause einzulegen, um hier ein paar Zeilen zum Besten zu geben. Wir haben nun 2010. Irgendwie klingt das äußerst futuristisch. Und wenn wir in 5 Jahren, wie bei “Zurück in Zukunft”, nicht auf fliegenden Skateboards durch die Weltgeschichte fliegen, zerplatzt einer meiner Kindheitsträume, oder sagen wir besser einer meiner Glaubensfragen. Jedenfalls klingt 2010 mehr nach ferner Zukunft, als nach bitterem Präsenz oder gar Realität. Vielleicht ist das genau der Start, den man haben sollte. Ich kann mir wirklich nicht helfen, aber mir kommt alles spannend vor. Sicherlich liegt das auch daran, dass 2010 noch sehr ungewiss ist. Was wird kommen? Der gute Vorsatz für das neue Jahr lautet also, zurückhaltend und bescheiden wie ich bin, das geordnete und zielgerichtete Leben antreten, die zündene Studiumsidee haben und mich diesbezüglich endlich mal ein wenig mehr zu treiben, aber  bloß nicht zu lassen. Des Weiteren soll es musikalisch vorran gehen.  Da fällt mir ein, dass ich ja den Proberaummenschen anrufen wollte (Soviel zum Thema lebenssituative Systematik). Das hoffentlich zufriedenstellende Ergebnis werde ich “geordenter Spass mit Ziel und Ausrichtung” nennen. Ich finde, das sind mal produktive Vorsätze und nicht nur irgendein “Ich höre auf zu rauchen- BlaBla”. Das kann ich sowieso nicht mehr hören.

Öfter bloggen will ich auch, generell will ich wieder mehr schreiben und wieder kreativer sein und als Hymne nehme ich einfach, so wie im letzten Jahr, das ich ähnlich überheblich gestartet habe, Gisberts “Neues Jahr”. Eines beruhigt mich: Ich habe elementare Ziele meines Jahres 2009 erreicht. Immerhin.

Just breath.

Veröffentlicht in unterste Schublade. am 21. Dezember 2009 von schueli

“Did I say that I need you? Did I say that I want you? If I didn`t, I´m a fool, you see. No one knows this more than me.”

So lauten die wohl schönsten musikalischen Zeilen, die in der letzten Zeit vernehmen durfte. Ich habe “Just breath” von Pearl Jam gefühlte 200mal hintereinander gehört und habe ständig das Gefühl, gleiches wieder und wieder zu wiederholen. Das ist das Allerschönste, was einem bei einem Song passieren kann. Ich laufe dann nur Gefahr, mich an einem Song so satt zu hören, dass er mir dann, einige Zeit später, keinerlei Gefühl mehr entgegen bringt. Das wiederum ist dann das Schlimmste, was einem bei einem Song passieren kann. Also habe beschlossen, eine kleine Atempause einzulegen, um dem Song die Chance zu geben, mich noch länger so zu beglücken, wie er es in diesen Tagen tut. Er hat zu richtigen Zeitpunkt mehr gesagt und für mich getan, als jeder andere Song in dieser bestimmten Sekunde, sei er auch noch so gut, noch so emotional, noch so wahr. Und diese Jahreszeit ist ja wie geschffen für Emotionen, egal ob es nun große, kleine oder mittelgroße sind. Wenn ich aus meinem Fenster blicke und die mit Schnee bedeckten Altstadthäuser sehe, steigt meine innere Temperatur proportional mit der fallenden Aussentemperatur. Dazu einen schönen, traurigen Song und die Welt ist wieder heil- Das Glück auf Erden in dreieinhalb Minuten gut verpackt.

Wie eben schon erwähnt hat der Winter auch den Norden erreicht. Und verwirrend, wie es für Nordlichter nunmal ist, schneit es und der Schnee bleibt weiss auf der Erde liegen. Wir sind es ja eigentlich gewohnt, dass der fallende Schnee unverzüglich zu braunem Matsch wird, wenn er auf die Erde berührt und in der gleichen Sekunde wie von Geisterhand wieder verschwindet. Umso mehr kann ich mich jetzt freuen, dass es draußen weiss ist. Alles ist anders. Ich werde wieder und wieder in Situationen versetzt, die mich erstaunen oder ich gerate in Augenblicke, die mich erschrecken und nicht einzuschätzen vermag oder nicht in der Lage bin sie zu verstehen. Erstrecht gibt es Momente, mit denen ich nicht umgehen kann. Ich finde ja wirklich, dass ein schlimmes Übel der Menschheit ist, dass sie immer versucht, alles zu wissen und zu verstehen, aber es gibt Dinge, die derzeit öfter noch als häufiger auf mich treffen, die mich aus der Bahn werfen. Andererseits werfen mich ähnliche Dinge, die eigentlich identisch sind, nicht aus der Bahn. Vielleicht bin ich aus mittlerweile gewöhnt. Ich hoffe nur, diesbezüglich nicht abzustumpfen oder zu kapitulieren. Ich habe mir im letzten Jahr ein so stabiles Ego zugelegt, dass ich es nicht wieder im Aufgeben ertränken will. Das wärte ja verrückt. Mir geht es gut irgendwie. Irgendwie nicht. Gut, alles beim Alten.

Heute bin ich Mainstream, ich werde Weihnachtsgeschenke kaufen (müssen). Und wie man eben mit Liebe schenkt, habe ich einen detailierten Wuschzettel als Leitfaden. Rein in den Laden, Geschenk schnappen, raus aus dem Laden, durchs Gedränge schlängeln, erleichtert sein.

Ich hoffe, dass es dem Menschen, der es so verdient, bald wieder gut geht. Traurigkeit ist nur in Songs wirklich schön.

Hier, Ääähh…

Veröffentlicht in unterste Schublade. am 17. Dezember 2009 von schueli

Nach einem dieser Hasseinträge, die ich ja allzu gerne schreibe, nun mal wieder ein Eintrag, der etwas Positives zu berichten hat. Zunächst zu einem Fest, das ich im Gegensatz zu Weihnachten mag und ich als Belohnung nach all dem Familienzeugs sehe: Silvester. Die Planungen sind in vollem Gange und wie auch im vorherigen Jahr soll es auch eine Mottoparty werden. Mein erstes Verkleidungsaccessoire ist heute eingetrudelt und ich freue mich besonders auf Selbiges, das ist ein Hit, soviel steht fest. Ich hoffe ja sehr, dass die Abstimmung auch genutzt wird und wir am Ende (des Jahres) viele Leute werden, die mit uns feiern. Das letzte Jahr ist zwar schwer zu toppen, aber ich bin guter Dinge, dass die Party ein Kracher wird. Ich bin jedenfalls schon mal drauf und dran, zu rocken. Das Motto spielt dabei nur eine Nebenrolle. Ich hoffe dennoch auf “Saturday Night Fever” oder “Rock`n`Roll”. Dazu würde auch mein Accessoire passen. Yeah, Baby, Yeah.

Auch bandtechnisch geht es vorran. Ich habe einige wenige Nummern von Leuten, die Räume haben oder vermieten, der Drummer ist nach wie vor an Bord und ich warte nur noch auf einen Termin, den wir beide wahrnehmen können. Es geht weiter. Bald habe ich dann noch einen Termin beim Arbeitsamt, um in Sachen Studienplanung weiter zu kommen. Gar nicht so leicht. Aber es gibt glücklicherweise mehrere Auswahlmöglichkeiten, die mich interessieren würden. Leider habe ich das Gefühl, dass diese mich meistens nur saisonal interessieren- Je nach dem, was ich gerade mache und worauf ich mich gerade konzentriere. Wenn das mit einer Band klappt, werde ich wohl hauptberuflicher Rockstar werden. Ich bin aber wenigstens soweit, dass ich (Oh, mein Gott) auch an die Zukunft denke. An Silvester nochmal richtig auf die Kacke hauen, dann an die Zukunft denken. Während Andere wie jedes Jahr mit dem Rauchen aufhören wollen, lautet mein guter Vorsatz für 2010, die richtige Wahl des Studiums zu treffen. Das nenne ich mal einen Vorsatz, der mich nachdenklich stimmt. Aber gut, was muss, das muss- Muss ja vorwärts gehen. Ich freue mich drauf.

In lauter Zuversicht hier noch ein Filmtipp: Das weiße Band. Uns könnte es nämlich wirklich schlechter gehen.

Weder jetzt, noch wieder widerwillig.

Veröffentlicht in Kritisches am 7. Dezember 2009 von schueli

Kapitel 1 aus der Reihe “Frohe Weihnachten, ihr Idioten”

Die Weihnachtszeit rückt näher und ist eigentlich schon so nahe, dass wir uns schon mittendrin befinden. Die ersten Adventssonntage sind passiert und waren wie normale Sonntage. Auch der Nikolaus war schon. Oh, mein Gott, bald ist es soweit, der Weihnachtsstress geht los. Glücklicherweise lasse ich mich davon nicht anstecken. Während die halbe Welt in Panik gerät, um das passende Geschenk zu finden um wenigstens einmal im Jahr glaubhaft zu heucheln, halte ich es einfach aus und versuche, dass das alles nahezu spurlos an mir vorbei geht. Ich habe mich allerdings schon einmal zum Weihnachtsmarkt hinreissen lassen. Ich wusste gar nicht, dass diese Stadt so vele Einwohner hat. Zu dieser Zeit kommt jeder, der was auf sich hält, aus seinem Loch, um den Ausnahmezustand mit genügend schlechtem Punsch zu begiessen. Im Karussell direkt neben uns lief zu allem Überfluss auch noch “Last Christmas” und das auch noch zweimal hintereinander. Überall liefen Menschen mit komischen Dingen als Kopfschmuck umher oder liessen sich durch die engen Gassen des Marktes schieben. Ich würde gern wissen, was alle an dem Markt finden. Jedes Jahr werden Weihnachtswillige nach Lübeck transportiert, um sich diesem Wahnsinn hinzugeben. Gut, jedem das seine, aber vor lauter Menschenmassen und Fusel sieht man von dem Markt doch gar nichts. Und wozu gibt man soviel Geld aus, um schlechten Schnaps und Tetrapak- Glühwein zu bekommen!? Ich werde das wohl nie verstehen. Mir scheint eine elementare Weihnachtssynapse zu fehlen, die ab mitte September das Gehirn ausschaltet. Ich jedenfalls finde es ekelig, was wir an Geld und Waren in den Wind schiessen. Das Fest der Liebe gilt wohl nur für die, die es sich leisten können oder wollen und die, die urplötzlich zu Christen werden und das mit der Nächstenliebe nicht verstehen. Weihnachten feiert man der Kinder wegen, egal, ob man welche hat. Wir sind die Meister der Sinnlosargumente, wir sind es doch, die sich diesen Stress machen und uns auf Weihnachtsmärkten volllaufen lassen, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Es sind doch nicht die Kinder, die finden Weihnachten gut, weil es Geschenke gibt. Es sind auch nicht die Kinder, die Weihnachten zu dem gemacht haben, was es ist- Ein heuchlerischer, verschwenderischer Akt des Mitlaufens und der Selbstdarstellung. Ist das ekelig. Aber so sind wir, wir machen nichts einfach grundlos. Einen schönen Tag im Kreise der Liebsten kann man ja nun nicht einfach so überstehen, dazu muss man eben kurz Christ werden. Aber glücklicherweise geht es Karstadt besser.

Ja, ich bin erklärter Weihnachtshasser. Ich brauche dieses ganze Drumherum nicht. Ich gehe einfach Umwege nach Hause, um mich nicht durch diesen Haufen von Lemmingen zu quälen. Ich schlage mal ein Experimant vor. Was würde passieren, wenn von jetzt auf gleich sämtliche Weihnachtsdekoration entfernen würde, den Weihnachtsmarkt schliessen würde und sämtliche Schokoweihnachtsmänner aus den Regalen nehmen würde? Würden alle trotzdem aus ihren Löchern kommen? Würde trotzdem alle plötzlich ihre Verwandten lieben und beschenken und würden alle trotzdem in die Kirche gehen? Kurz überlegt.. Nein, das tun sie ja auch das ganze Jahr über nicht.  Wozu auch?! Das wäre ja dumm, man ist ja kein Christ.

…to be continued (ich beobachte weiter.)

Nächster Halt: Neuanfang. Dieser Zug endet dort.

Veröffentlicht in unterste Schublade. am 1. Dezember 2009 von schueli

Achtung, Spontanfestellung: Gerade als ich die Hände in Richtung Tastatur bewegte, gab ich einen lauten Seufzer von mir und 1,2ms später wollte ich den Blog mir “Achjaaa…” beginnen. Zufälle gibts.  Da erinnere ich mich auch schon an die Worte des HotDogs (klingt komisch, ist aber so), ich beginne meine Blogs immer mit solchem Kram. Vielleicht ist das so, aber so ein “Das soll er mir erst einmal beweisen!”- Ausstoß verkneife ich mir an dieser Stelle aus taktisch-journalistischen Gründen lieber. Wie auch immer.

Auf meiner innerern Leinwand laufen gerade die Bilder eines wahnwitzigen Konzerts einer großartigen Kapelle namens “Silversun Pickups”, deren Gastspiel im Hamburger Knust wir besuchen durften. Auch wenn die Akustik nicht ganz meinen Geschmack traf, war alles an diesem Gig, wie man so schön sagt, echt und echt gut. Es war wirlich schön zu sehen, welchen Spass die 3 Männer und die eine Dame am Spielen hatten und in den Gesichtern konnte man lesen, dass jeder Applaus ihnen viel gab. Man sieht doch tatsächlich selten auf Konzerten, gerade bei Bands, die unentwegt touren, dass sie nahezu überwältigt sind und nur schwerenherzens von der Bühne gehen. So gern ich einmal eine Welttournee machen würde, denke ich auch, dass es verständlich ist, denn aller Leidenschafts Tod ist der Alltag. Ich traue mich kaum, das Konzert näher zu beschreiben, weil ich es schlichtweg nicht könnte. Also das Wichtigste in Kürze: Tolles Licht, mäßiger Sound, hervorragender Support, schöne Performance und eine einprägende Songauswahl. Besucht mehr Silversun Pickups Konzerte!

Photobucket

Zur Erholung nach einer langen Woche und einer schlimmen Zeit vorweg ging es in eine meiner 10 Wahlheimaten. Ab an die Nordsee in ein Fleckchen Erde in Dänemark, irgendwo zwischen anderen Flecken namens Hvide Sande und Nymindegab. Nach 30 Stunden an der Seeluft und etwas verschnupft aber erholt bin ich nun wieder im quälenden Alltag. In Gedanken bin ich aber immernoch zwischen Sturm, Regen und Temperaturen kurz über 0°C- Endlich einmal normales Wetter.

Ich fühle mich gerade so schrecklich unkreativ. Diesen drittklassigen Blogeintrag zu schreiben hat länger gedauert, als manch anderer, ich habe tolle Gitarrenriffs und Pickings, mir fallen aber keine Zeilen dazu ein und ich habe manchmal sogar das Gefühl, mir fallen gesprochene Worte ebenso schwer, wie sie zu Papier zu bringen. Irgendwie ist das sehr bedenklich, aber der Kopf ist voll, voll mit Verwirrendem. Ich muss raus aus meinem Kopf. Ich würde mir gern sämtlichen Frust von der Seele texten, aber es gibt nichts, was das alles in Worte fasst.  Der Titel dieses Eintrags verrät mehr, als alles andere, was ich jemals hier und und jetzt schreiben könnte. Das ist besser als nichts, dennoch scheint meine Selbsttherapie des Schreibens nicht mehr zu fruchten. So wie bei Bibi Blockberg- Die kann auch nicht zuviel auf einmal hexen. Eines ist aber sicher: Schlechte Beispiele gehen mir wohl nie aus.

Aus Mettwurst macht man kein Marzipan.

Veröffentlicht in unterste Schublade. am 16. November 2009 von schueli

Montag ist Blogtag. Und weil Montag Blogtag ist, beginne ich meinen wöchentlichen Selbstheilungsprozess, in dem ich wieder einmal für mich und die mir unbekannten, sowie bekannten Leser, zu schreiben, was  mich bewegt und stillhalten lässt. Ja, Bloggen ist Selbsthilfe. Dinge zu formulieren, die man sonst weniger ausformuliert oder Gedanken zu vervollständigen, die man sonst aus gegebenen Anlässen nicht zuende denkt, oder man einfach nicht darauf kommt, was man eigentlich denken oder sagen möchte. Vielleicht sollten wir uns alle nur noch über Schrift unterhalten. Dann kann man Dinge eben überlegt formulieren und müsste sich nicht mehr um Kopf und Kragen reden, um etwas verständlich zu machen. Das Dumme ist nämlich, das wenn ich versuche, etwas so zu sagen, wie ich es schreiben würde, kommt es oftmals völlig falsch an, weil es eben einfach keine “Löschen- Taste” gibt. Vielleicht sollte ich aber auch einfach nicht mehr gleichzeitig reden und denken, das ist zwar gut, wenn man in kurzer Zeit viel sagen möchte, kann einen aber auch schnell vom Pfad abbringen und einen in Erklärungsnöte bringen, die mit Worten nicht gut zu machen sind, weil man ja automatisch den gleichen Fehler wieder machen würde. Das ergibt einen ganz heftigen Knoten in Kopf, Zunge, Wort und Argumentation. Was also tun? Erst denken, dann reden? Gar nicht reden, nur schreiben? Die erste Idee klingt gut, ist aber blöd, wenn man immer versucht, sich gut auszudrücken. Die Pausen, die dann entstünden, könnten eine Aussage machen, die man gar nicht machen will.  Wenn das Gegenüber diese Pause nämlich falsch interpretiert, gerät man wieder in die Erklärungsfalle, die entweder Knoten verursacht, oder für Pausen sorgt, die an der Stelle nicht hingehören. Ein Teufelskreis. Ich könnte natürlich einfach nicht mehr versuchen, mich gewählt auszudrücken und Gespräche auf Stammtischniveau führen, um dem zu entgehen. In diesem Fall würde ich dann reden, aber nicht denken. Eine Universallösung scheint mir aber auch das nicht zu sein. Eigentlich macht es Spaß, zu formulieren, weil man viel sagen, kann, ohne dabei viel zu reden (Oder eben doch, wenn man die 320 Wörter vorweg betrachtet). Manchmal möchte ich soviel sagen und manchmal tue ich das auch. Manchmal kostet mich das wahnsinnig viel Energie, weil ich dann versuche, alles, was ich zuvor gesagt habe, nochmals zu erklären, um auf Nummersicher zu gehen. Und wieder befinde ich mich in dem Teufelskreis. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, bei allem, was ich sage, in Rechtfertigungsnot zu gelangen. Oftmals weiss ich aber leider nicht mehr genau, was mein genauer Wortlaut war, was mein Gegenüber glauben lässt, meine Argumentation oder Aussage sei entkräftigt. Man versucht es weiter zu erklären und hat fast verloren. Wenn man dann noch sicher ist, im Recht zu sein, oder alles gar nicht so zu meinen, wie es vielleicht geklungen hat, ist alles vorbei. Wie oft denke ich mir dann “Schüli, aus der Nummer kommst du nie mehr raus!” Man kann natürlich auch alles kaputt reden. Man kann auch in einen Rederausch verfallen, ausschweifen und dann vergessen, auch mal das Gegenüber reden zu lassen. Meine Klassiker im Absichern vor Situationen, wie der gerade beschriebenen sind: “Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.”, “Das klingt jetzt vielleicht böse, meine es aber nicht so, und  ich hoffe du weisst, was ich damit sagen möchte.”, “Ich weiss nicht, wie ich es erklären soll.” (Das sichert im Vorwege ab, kann aber der Diskussionstod für einen sein), “Nein, so meinte ich das nicht, ich meinte (…) ach, ist ja eigentlich auch egal.” (Flucht, aber nach vorn, das bringt den Anderen nämlich in Not, für seine Sache einstehen zu müssen) und natürlich “Ich habe wirklich keine Lust, mich immer für alles rechtfertigen zu müssen!” Garanten  zur Rettung von schlechten Erklärungen sind das nicht. Ganz im Gegenteil. Man schaufelt sich damit in der Regel sein eigenes Grab. Schlechter kann man laut Lehrbuch gar nicht reagieren. Wenn man erst einmal in der Zwickmühle ist, eines der Phrasen verwenden zu müssen, ist es auch schon zu spät, das Gespräch zu retten, oder es gar für sich zu nutzen. Zu dem Zeitpunkt hat man sich schon hundertprozentig verstrickt, obwohl man womöglich nur eine kleine Sache sagen oder klarstellen wollte. So schnell geht der Schuss nach hinten los. Um zuküftig solchen Situationen zu entweichen, werde ich wohl einfach direkt sagen, was ich denke (ganz ohne Ausschweifungen), in der Hoffnung, dass es richtig ankommt, oder ich mich nicht um Kopf und Kragen reden muss, um dann mit umgedrehten Wörtern im Mund den Gesprächstod erleide. Und nur dafür, habe ich mich gerade um Kopf und Kragen geschrieben. Ein Teufelskreis.